Daher fanden in den 5. Klassen am Montag und Mittwoch dieser Woche jeweils zwei Stunden Klassenlehrerunterricht statt, in dem ein kooperativer Workshop der Lobby Anlaufstelle im Caritasverband Paderborn und des Jugendamtes Paderborn stattfand. Die beiden Referentinnen, Vera Menke (Lobby) und Nina Krüler (Jugendamt) reflektierten mit den Schülerinnen und Schüler spielerisch e Präsenz im Internet und ihr eigenes Medienverhalten. Dabei wurde ein besonderes Augenmerk auf das Problem des „Cybermobbings“ gelegt, wobei sie sich sowohl in die Rolle des Opfers als auch des Täters, des Zuschauers einfühlen mussten, um die ganze Tragweite der Situation nachvollziehen zu können. Zum Schluss wurde ein Cyber-Ehrencodex erarbeitet, der es den Schülerinne und Schülern erleichtern soll, sich sicher im Internet zu bewegen.
Die Eltern der Fünftklässler waren am Mittwochabend von deren Klassenlehrer/innen Frau Berger und Herrn Doffiné sowie Frau Flottmeier und Herrn Gindner ins Musikforum eingeladen, um eine Hilfestellung für den Umgang ihrer Kinder mit dem Internet zu erhalten. Die beiden Referentinnen, die bereits mit den Kindern gearbeitet hatten, informierten die Eltern zunächst einmal über die aktuellen sozialen Netzwerke und Spiele, bevor sie darauf eingingen, was für ihre Kinder die Faszination von ‚Social Media und Computerspielen ausmacht. Sie erläuterten auch, warum die Zeit der Pubertät eine besondere vulnerable Zeit für ihre Kinder ist und warum ihre konsequente, Grenzen setzende Elternfunktion in dieser Zeit besonders wichtig ist. Im Anschluss daran erhielten sie einen Überblick über die Online-Risiken für ihre Kinder, die von problematischen Inhaltsbereichen in Social Media über die Mediennutzungsdauer bis hin zur Opfer- oder Täterwerdung im Kontext von Cyber-Mobbing, -grooming, Sexting und Co, um anschließend intensiv auf Besonderheiten und Formen des Cyber-Mobbings einzugehen. Nach einem kurzen Blick auf das Täter- und Opferprofil, gaben die Referentinnen erste Tipps zur Cybermobbing-Intervention und klärten über mögliche rechtliche Schritte auf. Abschließend gingen sie noch einmal intensiv auf die erzieherische Verantwortung der Eltern im Rahmen von unkontrolliertem Medienkonsum im Kinder- und Jugendalter ein und gaben handfeste Tipps für die Medienerziehung in der Familie.
Mit einer kurzen Diskussionsrunde endete der sehr aufschlussreiche Vortrag, für den wir uns bei den sehr kompetenten Referentinnen herzlich bedanken.
Text: K. Reinstadler/Fotos: S. Flottmeier, Ph. Doffiné